Fasten und heilen, altes Wissen und neueste Forschung


Vier Jahrzehnte wurde in Russland das Heilfasten erforscht, eine Untersuchung, an der tausende Patienten teilgenommen haben. Die Ergebnisse dieser Forschung erbrachten, dass bei den Patienten die u.a. unter Diabetes, Asthma, Bluthockdruck, Rheumatismus und Allergien litten, nach einer oder mehreren Fastenkuren fast 2/3 aller Symptome verschwanden.

 


Der Körper verfügt über drei Energielieferanten:

  • Glucose
  • Lipide
  • Proteine

Der wichtigste Nährstoff ist die Glucose. Die ist unerlässlich für das Funktionieren des Körpers und vor allen des Gehirns. Doch die Glucose Reserven sind bereits nach einem Fastentag erschöpft. Wie reagiert der Organismus auf diesen Mangel? Er macht sich schnell daran Glucose aus Proteinen zu bilden, das heißt vor allem aus den Muskeln. Daneben greift er auf seine Lipidreserven, also auf die Fette zurück um einen Glucose Ersatz zu produzieren. Diese Fastenenergielieferanten sind die sogenannten Ketonkörper. Sie sind jetzt die wichtigste Nahrung für das Gehirn. Der Vorgang findet in der Leber statt, dem zentralen Organ des Stoffwechsels.

In der Kosakov Klinik in Moskau trifft vor 50 Jahren der dort arbeitende Psychiater Valéry Gurvich auf einen depressiven Patienten, der die Nahrungsaufnahme verweigert. Er beschließt auf den Instinkt des Kranken zu vertrauen und auf die übliche Zwangsernährung zu verzichten. Am 5. Tag ohne Nahrung öffnete der Patient die Augen, am 10. Tag begann er wieder zu gehen, am 15. Tag nahm er zum ersten Mal wieder Flüssigkeit zu sich und beteiligte sich allmählich wieder an dem gemeinschaftlichen Leben. Der Mann wurde schließlich wieder gesund. Ein psychisch Kranker geheilt durch Fasten, das war ein Novum.  Daraufhin experimentierte Gurvich weiter und der Erfolg übertraf alle Erwartungen.( Er ließ seine Patienten durchschnittlich 25 bis 40 Tage fasten)
Beim Fasten lassen sich ein antidepressiver und ein psychostimmulierender Effekt beobachten. Gurvich behandelte 8000 Patienten. Bei über 70 % bewirkte das Fasten eine deutliche Verbesserung, die auch sechs Jahre später bei 47 % der Patienten feststellbar war. Es verbesserte sich nicht nur der psychische, sondern auch der physische Zustand wie Bluthochdruck, Polyarthritis, Asthma und Ekzeme. Diese Ergebnisse wurden staatlich überprüft und bestätigt.

Sobald dem Körper Nahrung entzogen wird, schlägt der Organismus Alarm. Dies führt zu hormonellen und neuroendokrinen Veränderungen. Hormone mobilisieren die körpereigenen Reserven. Manche von ihnen haben auch eine entzündungshemmende Wirkung. Gleichzeitig verringert der Organismus seinen Energieverbrauch. Atmung, Herzrhythmus und Blutdruck wird gesenkt und verlangsamt.

Dr. med. Buchinger, der an schwerem Gelenkrheuma litt und seit 1918 an den Rollstuhl gefesselt war, wurde durch zwei Fastenkuren vollständig geheilt. Nach seiner spektakulären Genesung studierte er die therapeutischen Einsatzmöglichkeiten des Fastens und gründete eine eigene Fastenklinik.

Andreas Michalsen, Chefarzt der Charité in Berlin hat die hormonellen Veränderungen nach dem Fasten im Körper untersucht. Er fand nach dem Fasten vermehrt Hormone. (Adrenalin, Dopamin, Leptin und Serotonin) die ganz stark die Stoffwechselvorgänge regulieren und Einfluss auf die Stimmung haben. Weiterhin konnte er eine erhöhte Sensibilität der Insulinrezeptoren beobachten.
Nach dem Fasten waren die Menschen eher bereit ein gesünderes Leben zu führen. Die Schmerzempfindlichkeit war reduziert.

Zufallsbilder

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok